FAQ

Fragen und Fachbegriffe Erläuterungen zum Thema Zollabwicklung
Aktive Veredelung
Im Rahmen der aktiven Veredelung werden Nicht-Unionswaren mit dem Zweck der Veredelung in die EU eingeführt. Es fallen dann üblicherweise keine Abgaben an.
Ausfuhrverfahren
Für den Export von Waren in Drittländer ist ein Ausfuhrverfahren notwendig. Damit stellen die Behörden sicher, dass das Außenwirtschaftsrecht eingehalten wird (unter anderem handelspolitische Maßnahmen).
Ausfuhrzollanmeldung
Die Ausfuhranmeldung oder Ausfuhrzollanmeldung wird nötig, wenn Waren im Wert von mehr als 1000 Euro in ein Drittland verbracht werden sollen.
ADSp - Allgemeine Deutsche Spediteurbedingungen
Die Allgemeinen Deutschen Spediteurbedingungen sind regelmäßig überarbeitete Geschäftsbedingungen. Sie dienen als unverbindliche Empfehlung für deutsche Spediteure. Urheber sind diverse Verbände, unter anderem aus der Logistik-Branche.
CMR Frachtbrief
Der CMR-Frachtbrief ist ein internationales Dokument. Der Frachtführer muss es auf Verlangen vorlegen, wenn er Waren international transportiert. Zum Geltungsraum gehört neben der EU auch Russland und andere Staaten.
EORI-Nummer
Die EORI-Nummer dient der Erleichterung bzw. Automatisierung der Zollabfertigung. Eine EORI-Nummer ist verpflichtende Voraussetzung für zollrechtliche Maßnahmen in der EU.
Einfuhrzollanmeldung
Anmeldung von Waren auf dem Import-Weg. Das Verfahren wird notwendig, wenn Waren aus Drittländern in die EU eingeführt werden.
Gestellung
Im Rahmen der Gestellung legt der Gestellungspflichtige Waren beim Zoll zur Abfertigung vor. Die Behörde begutachtet die Fracht und nimmt gegebenenfalls Proben.
Handelsrechnung
Die Handelsrechnung gibt Auskunft über den Empfänger und den Wert transportierter Waren. Sie ist für die Zollabfertigung nötig.
Lieferschein
Der Lieferschein enthält eine Auflistung aller beförderten Waren. Er gehört zu den Dokumenten, die nicht unbedingt bei der Zollanmeldung vorgelegt werden müssen.
Notwendige Unterlagen
Die notwendigen Unterlagen sind für die erfolgreiche Zollanmeldung unverzichtbar. Dazu gehören je nach Zollverfahren zum Beispiel die Handelsrechnung, Versandschein T1 / T2, CMR-Frachtbrief, Lieferschein oder Warenbeschreibung.
Passive Veredelung
Als passive Veredelung wird der Vorgang bezeichnet, wenn waren aus der EU in ein Drittland ausgeführt, dort veredelt und dann wieder eingeführt werden.
Verbringen
Unter Verbringen wird im Allgemeinen der Transport von Waren aus der EU oder in die Union bezeichnet. Somit findet der Vorgang beim Überqueren der Grenze statt.
Versandverfahren
Das Versandverfahren bietet die Möglichkeit, die Waren am Ort der Bestimmung zu verzollen, sofern sie nicht am Grenzort bleiben sollen.
Vertretung
Grundsätzlich hat jeder das Recht, einen Vertreter im Sinne eines Zollvertreters zu benennen. Dieser Vertreter handelt dann im Namen seines Auftraggebers und nimmt zum Beispiel die Zollanmeldung vor.
Vorübergehende Verwahrung
Die Nicht-EU-Ware darf bis 90 Tage unverzollt und unverändert (einschließlich Verpackung) eingelagert werden. Nach Ablauf der Frist muss die Ware verzollt oder wieder ausgeführt werden.
Vorübergehende Verwendung
Waren zur vorübergehenden Verwendung sind ganz oder zum Teil von Einfuhrabgaben befreit. Voraussetzung ist, dass sich die Güter nur befristet im EU-Raum befinden und nicht dem dortigen Wirtschaftskreislauf zugeführt werden.
Ursprungszeugnis
Das Ursprungszeugnis gehört zu den Warenbegleitpapieren. Es dient dazu, die Herkunft einer Ware zu bescheinigen.
Zollanmeldung
Alle Waren, für die ein bestimmtes Zollverfahren notwendig ist, müssen angemeldet werden. Die Zollanmeldung darf von einem Vertreter durchgeführt werden. Dazu sind die notwendigen Unterlagen erforderlich.
Zollbegleitdokumente
Zollbegleitdokumente sind für die zollrechtliche Abwicklung bestimmter Waren notwendig. Der Oberbegriff umfasst diverse Papier, die vorzulegen sind oder beim Zoll erstellt werden. CMR-Frachtbrief, Handelsrechnungen, Lieferscheine, Vorpapiere im Form T1 oder T2
Zollbefreiungen
Eine Zollbefreiung ist im Zuge der Überlassung für den freien Verkehr möglich. Dazu muss entweder der Zolltarif frei sein oder eine außertarifliche Zollbefreiung vorliegen.
Zölle
Unter dem Überbegriff Zölle werden Abgaben zusammengefasst, die beim Transport von Waren über die Grenze erhoben werden. In der EU ist das beim Handel mit Drittländern der Fall.
Zolllagerverfahren
Im Rahmen des Zolllagerverfahrens werden Waren unter Aufsicht der Zollbehörden gelagert, etwa für die Zeit der Zollabwicklung. Dazu gibt es eigene Zolllager.
Zolltarifnummer
Die Zolltarifnummer legt den Zolltarif fest, der für bestimmte Waren gilt. Die Einführung oder Ausfuhr kann frei oder mit Kosten verbunden sein.
Zollwertermittlung (Methoden)
Es gibt verschiedene Methoden, mit denen die Behörde den Zollwert ermittelt: Transaktionswert (Rechnungswert als Grundlage), Transaktionswert gleicher Waren oder ähnlicher Waren, deduktiv, anhand berechneter Werte oder mit der Schlussmethode.
Zuständige Zollstelle
Die zuständige Zollstelle richtet sich nach dem Bestimmungsort und dem Transportmittel. Nur die jeweils ermittelte Stelle ist für das Zollverfahren zuständig. Siehe dazu die Dienststellensuche: https://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Zoelle/ATLAS/ATLAS-Ausfuhr/Postleitzahlen-Ausfuhrzollstelle/postleitzahlen-ausfuhrzollstelle.html
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